Bei strahlendem Frühlingswetter wurde das Pfarrheim St. Remigius in Happerschoß am 18. April schnell zum Treffpunkt für alle, die Lust auf nachhaltige Ideen hatten. Die Kleidertauschbörse, organisiert vom Klimaründchen Happerschoß, bot dafür den passenden Rahmen: gut erhaltene Lieblingsstücke wechselten unkompliziert den Besitzer, dazu gab es Kaffee, Kuchen und viele Gespräche.

Ergänzt wurde das Ganze durch einen Infostand zu nachhaltiger Mode – ein Thema, das bei vielen Besucherinnen und Besuchern auf großes Interesse stieß und den Gedanken der Ressourcenschonung in den Mittelpunkt rückte.

Nahwärme: schematische Darstellung

Genau hier knüpfte auch der Infostand zur Dorfwärme an. Die Initiative Dorfwärme Happerschoß, unterstützt von Hennef Power und der Energieagentur Rhein Sieg, stellte ebenfalls den Klimaschutz in den Fokus – mit Blick auf die Wärmeversorgung im Dorf.

Viele Besucherinnen und Besucher nutzten die Gelegenheit, um sich zu informieren und nachzufragen. Besonders häufig ging es zunächst um die Grundlagen: Was ist Nahwärme überhaupt? Welche unterschiedlichen Konzepte gibt es? Und wie könnte so etwas konkret in Happerschoß aussehen? Dabei wurde schnell deutlich, wie groß das Interesse ist, aber auch, wie wichtig verständliche Informationen sind.

Spannend fanden viele, dass bereits ganz konkret an der Zukunft gearbeitet wird: Für Happerschoß ist aktuell eine Initialstudie in Arbeit. Diese untersucht die örtlichen Gegebenheiten und wird eine Empfehlung geben, ob Nahwärme hier sinnvoll ist – und wenn ja, welche Form am besten passt. Erst auf dieser Basis lassen sich auch Fragen zu möglichen Kosten realistisch beantworten.

Dass Energie mehr ist als Theorie, zeigte ein kleines Mitmach-Angebot: Auf einem Fahrrad-Ergometer konnten große und kleine Besucher selbst Strom erzeugen. Wer einmal versucht hat, eine Glühbirne „anzustrampeln“, bekommt schnell ein Gefühl dafür, wie viel Energie im Alltag eigentlich benötigt wird.

Wie geht es weiter? Sobald die Ergebnisse der aktuellen Intialstudie vorliegen, sollen sie im Dorf vorgestellt und diskutiert werden. Ab Sommer geht es dann vor allem darum, möglichst viele Haushalte für eine Teilnahme zu gewinnen. Denn klar ist: Je mehr mitmachen, desto besser lassen sich Lösungen umsetzen – und desto günstiger kann es am Ende für alle werden.

Reinhart Brüning

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